Agentur Parrot

Rhinozerosse doch gestoppt! Young und Hollermann die besten Schützinnen ihrer Teams!

(mh)

Der Slogan „you can’t stop a running rhino” fand am gestrigen Abend in der August Bebel Sporthalle Wetzlar einen Dämpfer. Die Rhinos lieferten sich mit de RSV Lahn Dill ein spannendes Duell. Am Ende setzten sich die Mittelhessen gegen ambitionierte Dickhäuter durch. Die Rhine River Rhinos unterlagen im letzten Viertelfinale des diesjährigen DRS Pokals mit 65:53 (22:11, 18:18, 8:13, 17:11) und verpassen somit den Einzug ins Final Four.

Die Rhinos schienen einen gebrauchten Tag erwischt zu haben. Arinn Young (18P) eröffnete den Korbreigen für die Wiesbadener, doch kam der Rhinos-Motor dann ins Stottern. Zwei 6:0 Läufe der Wetzlarer kurz hinter einander, nahmen den Rhythmus. Es dauerte sechs Minuten, bis die Rhinos wieder ins Rollen und zurück in die Spur kamen. Nach zehn gespielten Minuten rollte das Team um Kapitän Gijs Even (13P) einem 11 Punkte Rückstand hinterher.

Im zweiten Viertel waren die Rhinos endlich angekommen. Nun spielte man mit dem Meisterschaftsanwärter auf Augenhöhe. Es kam zum offenen Schlagabtausch, die Rhinos kämpften, hatten jetzt Offensiv die Durchschlagskraft, die ihnen im ersten Viertel fehlte, einzig der Zugriff in der Verteidigung blieb ihnen verwehrt. Am Ende stand ein ausgeglichenes 18:18 Viertel und ein wenig Zufriedenheit im Gesicht von Spielertrainer Michael Paye.

Nach der Halbzeitansprache war richtig Dampf im Kessel der Rhinos. Nico Dreimüller (10P), Gijs Even und Arinn Young drehten im dritten Viertel so richtig am Rad! Die Verteidigung griff nun so, wie es sich der Trainer der Rhinos vorgestellt hatte. Toll heraus gespielte Angriffe wurden erfolgreich abgeschlossen und der Vorsprung des RSV Lahn Dill schmolz. Im dritten Viertels kamen die Lahnstädter gerade einmal auf acht Punkte und die Rhinos waren beim Stand von 48:42 für den RSV wieder in Schlagdistanz. Zum letzten Spielabschnitt war die Spannung dem Siedepunkt nahe. Es roch ein wenig nach einer Überraschung in diesem Pokal-Fight.

Michael Paye (9P) ging wiederum voran und verkürzte den Vorsprung erstmals auf vier Punkte, schnelle Punkte durch Rose Hollermann (RSV), ehe Nico Dreimüller noch einmal auf vier Zähler Rückstand verkürzte, doch machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar, den die Rhinos investieren mussten um den 11 Punkte Rückstand aus dem ersten Viertel einzustampfen. Nun kam die Zeit von Rose Hollermann (RSV), die 10 ihrer 13 Punkte im letzten Spielabschnitt für den RSV Lahn Dill erzielte. In den letzten zwei Minuten gelang beiden Teams nicht mehr viel. 72 Stunden nach den Auswärtsspielen beider Pokal-Fighter ließen die Kräfte sichtbar nach. Die Rhine River Rhinos ziehen durch die 53:65 Niederlage in diesem Jahr nicht ins Final Four ein.

Spielertrainer Michael Pay äußerte sich nach dem Spiel: „Wir haben ein tolles Mannschaftsspiel gespielt, bei dem jeder seinen Beitrag geleistet hat. Leider konnten wir das Spiel nicht ins Ziel bringen, nachdem wir unseren Vorsprung im 4. Viertel auf vier Punkte reduziert hatten. Leider machte der gute Start von Lahn Dill und unsere Fehlwürfe von der Freiwurflinie den Unterschied. Wir schreiten dennoch voran und freuen uns riesig auf den Eurocup in Izmir in wenigen Tagen. Vielen Dank an mein Team für all seine Bemühungen heute, einschließlich Chris Huber, der als mein Co-Trainer wirklich großartige Arbeit geleistet hat. GO RHINOS!!!“

Topscorerin Arinn Young sagte nach dem Spiel: „Ich denke, wir haben wirklich guten Mannschaftsbasketball gespielt. Wir wollten ein richtiges Endspiel, doch leider war es für uns einfach nicht möglich. Wenn wir nur ein paar kleine Anpassungen vornehmen, wird es ein anderes Spiel. Trotzdem bin ich stolz auf die Nashörner.“

Für die Rhine River Rhinos punkteten: #5 Michael Paye (9P), #6 James Palmer, #10 Mojtaba Kamali (2P), #12 Gijs Even (13P), #17 Nico Dreimüller (10P), #18 Christopher Huber, #19 Puisand Lai, #24 Arinn Young (18P) und #25 Kei Akita (1P)

(Foto: Ana Sasse – #5 Michael Paye – trotz der Niederlage ist er stolz auf seine Mannschaft.).