Agentur Parrot

Trotz eines tollen Comebacks keine Punkte für die Rhinos!

(mh)

Die Rhine River Rhinos mussten sich im siebten Spiel der Saison gegen den BBC Münsterland mit 48:41 (16:9; 16:8; 6:15; 10:9) geschlagen geben. Wie das Ergebnis schon vermuten lässt, war dieses Spiel ein sogenanntes ‘Low Score Game’. Nach zwanzig gespielten Minuten standen sage und schreibe 17 Punkte für die Rhinos auf dem Tableau – 15 Punkte weniger als bei den Münsterländern. Tatsächlich war dies etwas zu wenig für die ‘erfolgsverwöhnten’ Wiesbadener. Eine Trefferquote von gerade einmal 31% reichte nicht aus, um gegen einen so aufopferungsvoll kämpfenden Gegner wie den BBC Münsterland zu bestehen.

Es fühlte sich an, als wäre dieser Tag für die Rhinos ein gebrauchter Tag. Von Beginn an lagen die Wiesbadener im Spiel zurück und zu allem Überfluss schien die Reuse in Warendorf wie vernagelt. Trotz gut herausgespielter Angriffe fanden selbst die einfachsten Würfe nicht den Weg ins Ziel. Spieler, die eine freie, offene Schussposition hatten, spielten den Ball weiter, ohne den Abschluss selbst zu suchen. Eine Aneinanderreihung von unglücklichen Entscheidungen sollte an diesem Tag den Ausschlag geben.

In der zweiten Spielhälfte gelang den Rhinos jedoch ein tolles und sehenswertes Comeback. Punkt für Punkt kämpften sie und verkürzten den Rückstand bis 39 Sekunden vor Ende des Spiels auf 44:41 für den BBC Münsterland. Nun galt es entweder gut zu verteidigen oder ein schnelles Foul zu begehen, um in Ballbesitz zu kommen und mit einem Dreipunktewurf den Ausgleich zu schaffen und in die Verlängerung zu gehen oder vielleicht mit zwei Zweipunktwürfen den Sieg zu erringen! Doch an diesem Tag lief es nicht so. Leider tickte die Spielzeituhr unaufhaltsam gegen die Rhine River Rhinos.

Erst 21 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit das Foul an dem 16-jährigen Max Lammering. Er bekam zwei Freiwürfe und versenkte sie kaltschnäuzig. Wiesbaden im Ballbesitz, Nico Dreimüller mit einem Dreipunktewurf, daneben. Wieder kam Max Lammering an den Ball, sicherte sich den Rebound, Christopher Huber mit dem schnellen Foul, aber der 16-jährige Lammering übernahm die Verantwortung erneut, versenkte auch diese beiden Freiwürfe und besiegelte damit die zweite Niederlage der Wiesbadener.

Am Ende stand ein ernüchterndes 48:41 auf dem Spielberichtsbogen und die Erkenntnis: Wenn es nicht läuft, dann läuft’s nicht!

Geschäftsführer Mirko Korder äußerte sich nach dem Spiel: ‘Es ist sicher kein Geheimnis, dass unsere größte Schwäche in dieser Saison im Vergleich zu den Top-Teams der Liga in unserer geringen Kadergröße liegt.

Das Freistellen unserer drei Athleten für die Panamerikanischen Meisterschaften im November und die Tatsache, dass wir uns nicht auf eine Spielverlegung mit dem Gegner einigen konnten, hat uns schon länger Sorgen bereitet. Besonders nachdem wir die starken Auftritte der Warendorfer in dieser Saison verfolgt hatten, wussten wir, dass es heute eine sehr schwierige Aufgabe werden würde. Wenn wir dann noch in 1-2 Vierteln nicht gut ins Spiel finden und unterdurchschnittlich performen, während die Münsterländer stark aufspielen, können wir das schlichtweg nicht mehr kompensieren. Deshalb müssen wir aus dem Management auch mal schützend vor unsere Spieler treten und eine Mitverantwortung für die heutige Niederlage übernehmen.

Nichtsdestotrotz bin ich stolz auf den Kampfgeist und den Einsatz unseres Teams unter diesen schwierigen Umständen. Unser Motto lautet nicht umsonst ‘You can’t stop a running Rhino’. Solche Erfahrungen sind wertvoll für die Weiterentwicklung einer Mannschaft, und wir sind entschlossen, daraus zu lernen und Strategien zu entwickeln, um in der Zukunft besser aufgestellt zu sein.

Trotzdem möchte ich dem BBC Warendorf ein großes Kompliment aussprechen. Sie haben heute stark gespielt und ihre ersten zwei Punkte, besonders angesichts ihrer Leistungen in den vergangenen Partien, mehr als verdient.

Für die Rhine River Rhinos punkteten: #6 Palmer (6P), #10 Kamali (16P), #11 Nikolaus, #12 Even (4P), #16 Damiano, #17 Dreimüller (11P), #18 Huber (2P), #25 Akita (2P). (Photo Credit: Ana Sasse – #17 Nico Dreimüller – die gewählte Taktik wollte nicht greifen.)