Rhinos qualifizieren sich fürs Challenge-Cup-Finale

Die Rhine River Rhinos haben sich für das Finalturnier um den europäischen Challenge Cup vom 27. bis zum 30 April im spanischen Vigo qualifiziert. Die Wiesbadener Korbjäger gewannen am vergangenen Freitag und Samstag das Qualifikationsturnier in Amsterdam, das die Mannschaft von Interimscoach Marco Hopp ohne Niederlage beenden konnten.

Die Kurstädter können mit den Reiseplanungen für Ende April langsam beginnen. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung in der niederländischen Hauptstadt, konnten sich die Hessen in der Vorrundengruppe A für das Finale des Challenge Cups in Vigo qualifizieren. Die Equipe vom Rhein glitt dabei durch das Turnier wie das sprichwörtlich heiße Messer durch die Butter. Alle vier Partien entschieden die Rhinos für sich. Während das Kollektiv am Freitag gegen die gastgebenden Only Friends mit 58:39 und gegen die Polen von LTRSN Lodz mit 87:38 die Oberhand behielt, gewann der Bundesliga-Aufsteiger am Samstag gegen Izmir BB. Genclik VE S.K mit 81:66 und gegen die Griechen von G.S. Dodekanisos mit 72:19.

Der Freitag begann für die Garde aus Wiesbaden mit dem Match gegen die Gastgeber Only Friends. Ein ernstzunehmender Gegner, der mit zwei niederländischen Nationalspielern sowie einem gut aufgelegten U22-Nationalspieler antrat. Trotz anfänglicher Widerstände, bröckelte die Defensive der Amsterdamer Equipe mit zunehmender Spielzeit, so dass die individuelle Klasse und die größeren Rotationsmöglichkeiten der Dickhäuter den Ausschlag gaben. Nach vierzig Minuten prangerte ein 58:39 an der Anzeigentafel in der niederländischen Großstadt.

Die zweite Partie des Tages gegen LTRSN Lodz gewannen die Hessen genauso deutlich, wie die Abschlusspartie am Sonntag gegen die Griechen von G.S. Dodekanisos. Gegen das mit kleinen Spielern agierende Team aus Polen hatten die Dickhäuter leichtes Spiel, so dass Coach Hopp auch den Ersatzspielern Einsatzzeit gab, die u.a. ein Michael Witte nutzte, um sich mit 14 Punkten in die Scorerliste einzutragen. Auch das Match gegen die international unerfahrenen Hellenen geriet zum Schaulaufen, das Youngster Matthias Güntner nebst seiner Physis nutzte, um sich als verlässlicher Fels in der Brandung zu präsentieren. Am Ende kam der junge Mann aus Vallendar auf 27 Zähler.

Mit der türkischen Mannschaft aus Izmir wartet der dickste Brocken auf die deutschen Gäste. Dabei war es die wiedererstarkte Weltmeisterin Janet McLachlan, die zum Alptraum der Männer von der Ägäisküste mutierte. In Summe markierte die neue Co-Trainerin der deutschen Damen-Nationalmannschaft 29 Punkte. Unterstützung fand sie bei John McPhail und Center David Amend, die beide je 14 Punkte zum wichtigen Erfolg beisteuerten. Zwar gestatteten die Rhinozerosse dem Team aus Izmir hier und da einfache Punkte, jedoch fanden die Türken kein Mittel, eine Janet McLachlan sowie die restliche Truppe zu stoppen.

Nach zwei anstrengenden aber erfolgreichen Wettkampftagen in Amsterdam wartet auf die Rhinos nicht nur das Finalticket nach Vigo sowie der Turniersieg, sondern auch die Entsendung von Janet McLachlan, John McPhail und U22-Nationalspieler Lukas Jung ins Allstar-Team des Turniers.

Stimmen zum Turnier:

Interimscoach Marco Hopp: „Ich bin vom Willen und dem Teamgeist der Mannschaft beeindruckt. Alle haben sich in den richtigen Momenten fokussiert und konzentriert präsentiert. Wo Licht, da auch Schatten. Mein Bestreben ist es, das Bestmögliche aus der Mannschaft zu holen. Darauf freue ich mich. Was das Turnier betrifft, so war die Partie gegen Izmir die schwerste Aufgabe. Alle Spieler haben sich auf das Match hervorragend eingestellt, und drei neue Defense-Systeme wurden umgesetzt und über weite Strecken auch schon verinnerlicht.“

Janet McLachlan: „Wir hatten ein hervorragendes Wochenende in Amsterdam. Das Team hat sich das erste Mal in der Vereinsgeschichte für ein europäisches Finalturnier qualifiziert. Bevor wir jedoch an Spanien und Vigo denken, müssen wir am Wochenende in Bonn und in der Liga, dort weitermachen, wo wir gerade aufgehört haben.“

Kapitän John McPhail: „Durch das Turnier haben wir unseren Rhythmus wiedergefunden. Mit jeder Partie hat das Kollektiv und jeder Spieler an Selbstvertrauen gewonnen. Es ist einfach klasse, dass wir uns für Vigo qualifiziert haben. Jetzt muss der Fokus aber ganz schnell wieder auf die Liga und die nahenden Play-offs gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Thüringen gelegt werden.“

Manager Mirko Korder: „Ich bin stolz auf mein Team und alle Beteiligten. Der fantastische Support aus der schönen Landeshauptstadt Wiesbaden ist unglaublich. Ich möchte allen danken, die uns die Daumen gedrückt und unser Abschneiden in den Niederlanden verfolgt haben. Das ist phänomenal. Es stimmt mich glücklich, dass alle Spieler sich mit Spielfreude präsentiert und zur alten Stärke wiedergefunden haben. Wenn wir an die gezeigte Leistung anknüpfen, werden die Zuschauer noch viel Freude am Team haben.  Jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten, um in der Liga und in Vigo das volle Potenzial abzurufen.“

Ergebnisse im Überblick

Only Friends | 58:39

LTRSN Lodz | 87:38

Izmir BB. Genclik VE S.K | 81:66

G.S. Dodekanisos | 72:19

Scorer nach Partien (Only Friends, Lodz, Izmir, Dodekanisos)

Amend (7, 9, 14, 13), McLachlan (18, 14, 29, 2) , Palmer (-, 9, 5, 2), Jung (-, 2, 2, -), McPhail (8, 16, 14, 6), Güntner (15, 6, 6, 27), Gray (8, 2, 11, -), Witte (-, 14, -, 6), Dillmann (-, 2, -, -), Antac (2, 11, -, 6), Gundert (-, 2, -, 10).

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Fotos: Steffie Wunderl

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