Rhine River Rhinos vs. Doneck Dolphins Trier

Rhine River Rhinos 53 - 71 Doneck Dolphins Trier
10 Feb 2018 - 17:00

Nach zuletzt drei Erfolgen in Serie zogen die Rhine River Rhinos am Samstagabend den Kürzeren gegen starke Gäste aus Trier. Nach vierzig gespielten Minuten in einer gut gefüllten Sporthalle Klarenthal, mussten sich die Dickhäuter nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (30:31) mit 53:71 dem Tabellendritten geschlagen geben.

Mit einer schnellen Starting Five um Marvin Malsy, Maurice Amacher, Tommie Lee Gray, Matthias Güntner und Jim Palmer starteten die Wiesbadener in die Partie gegen die Gäste von der Mosel. Einen schnellen 0:4-Rückstand egalisierten die Rhinozerosse binnen kürzester Zeit und gingen mit 6:4 bzw. 8:6 kurzzeitig in Führung, ehe sich das Match zu einem Duell auf Augenhöhe entwickelte, in dem sich kein Team wirklich absetzen konnte. Sich an ihre Marschroute haltend, das Aufeinandertreffen möglichst lange offen zu gestalten, setzten die Hausherren vereinzelte Nadelstiche, die einem abgebrüht und clever agierende Gegner jedoch nicht in Unruhe versetzten. Die Folge: Ein ausgeglichenes Punktekonto zum Ende der ersten zehn Minuten (17:17).

Auch das zweite Viertel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, der keinen wirklichen Gewinner kannte. Eine 24:23-Führung der Gastgeber nach knapp drei gespielten Minuten, konterten die Moselstädter mit einem 6:0-Lauf zur höchsten Führung in der ersten Halbzeit (24:29). Die Rhinos zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und blieben fokussiert. An sich selbst und ihre Stärken glaubend, agierten Marvin Malsy & Co. routiniert, so dass der Abstand auf die Gäste bis zur Halbzeitpause auf ein mageres Pünktchen reduziert wurde (30:31)

Nach der 15-minütigen Unterbrechung waren es die Dolphins, die ackerten und ihr Spiel durchzogen. Sechs schnelle Punkte (30:37) von Jack Davey und Dirk Passiwan erhöhten den Druck auf die Rhinos, die Dank eines Dreipunktewurfs von Center André Hopp kurzzeitig aufatmen konnten (33:37). Der Glücksmoment in der Heimspielstätte hielt jedoch nur kurz, da die Trierer den Druck erhöhten und sich binnen drei Minuten ein 10-Punkte-Polster erarbeiteten (33:47). Ein Abstand, der bis zum Viertelende (39:49) Bestand haben sollte.

Der finale Spielabschnitt ging wie schon das dritte Viertel an die Gäste. Eine kurzzeitige Ergebniskorrektur von Matthias Güntner nach Wiederanpfiff (41:49) war ein Tropfen auf dem heißen Stein. Statt sich auf die Stärken zu besinnen, die die Dickhäuter im ersten Viertel zeigten, war es der Tabellendritte, der Vollgas gab und immer wieder zu einfachen Punkten unter der Wiesbadener Reuse kam. Traf Ex-Nationalspieler Dirk Passiwan nicht, war es die niederländische Centerin Mariska Beijer, die für ihre Farben einnetzte. Bäumten sich die Dickhäuter in den letzten Bundesligapartien immer wieder auf, ließen die Rhinozerosse im vorletzten Heimspiel der regulären Saison hier und da die Köpfe hängen, was den Rheinland-Pfälzern voll in die Karten spielte. Routiniert und energisch spielten die Equipe von der Mosel ihren Stiefel runter, um am Ende mit einem 71:53-Erfolg die Heimreise in den Südwesten der Republik anzutreten.

Stimmen zum Spiel

Trainer Marco Hopp: „Das Spiel hat gezeigt, dass Trier zurecht auf dem dritten Tabellenplatz steht. Mein Matchplan ging bis zur Halbzeit auf. Für mich war es wichtig, dass wir die Partie eng gestalten. Im zweiten Viertel hatten wir dann ein Phase, in der der Korb drei bis vier Minuten wie vernagelt war. In dieser Situation hätten wir uns eine bessere Ausgangspostion erarbeiten können. So mussten sich die Mannschaft permanent an den Gegner herankämpfen. Neun erzielte Punkte im dritten Viertel sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Hinzu kam dann noch ein bärenstarker Tag von Dirk Passiwan auf Seiten der Dolphins.“

Marina Mohnen: „Wir haben gut angefangen, mitgespielt und auch keine einfachen Körbe des Gegners zugelassen. Dies ist uns in der zweiten Halbzeit abhanden gekommen. Das Team hat deutlich schlechter getroffen und wir haben den Dolphins einfache Punkte ermöglicht. Das Team ist in der zweiten Halbzeit schon ein bisschen auseinandergefallen. Letztlich waren es eine Vielzahl von Gründen, die zur Heimniederlage geführt haben.“

Statistik

Viertelergebnisse: 17:17 | 13:14 | 9:18 | 14:22

Scorer: Güntner (16), Amacher (13), Mohnen (10), Hopp (6), Malsy (2), Gray (4)

Pressekonferenz: https://www.youtube.com/watch?v=Pp2cjbybssA