Rhine River Rhinos vs. BSC Rollers Zwickau

Rhine River Rhinos 77 - 65 BSC Rollers Zwickau
18 Nov 2017 - 17:00

Die Rhine River Rhinos haben am 7. Spieltag der aktuellen Bundesliga-Saison den vierten Erfolg eingefahren. Gegen die BSC Rollers Zwickau siegten die Kurstädter mit 77:65 (37:31). Dabei machten es die Hausherren trotz einer 12-Punkte-Führung nach dem dritten Viertel (61:49) noch einmal unnötig spannend. Den Ausgleich der Gäste (65:65) vier Minuten vor Ende der Partie konnten die Dickhäuter mit einem 12:0-Lauf kontern, um nach vier Vierteln als Sieger vom Parkett zu rollen.

 

Nach dem Pokal-Aus gegen den Serienmeister aus Wetzlar hatte sich die Equipe von Headcoach Marco Hopp einiges auf die Fahnen geschrieben, um sich weiter im Tabellenmittelfeld der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga festzusetzen. Die Marschroute des Trainers, die Sachsen möglichst früh und aggressiv zu attackieren, ging in den ersten beiden Vierteln auf und entfachte im dritten Spielabschnitt die volle Wirkung (24:18). Zwar erwischte Gäste-Center Jan Gans (31 Punkte | 12 Rebounds) einen Sahnetag, jedoch konnten Amacher & Co. die Wirkungskreise der restlichen Hünen über die Spieldauer sehr gut einengen.

 

Nachdem die Partie in den ersten Halbzeit (37:31) hin und her wog, setzten sich die Wiesbadener nach dem Pausentee von den Rollers sukzessive ab. Dabei waren es insbesondere zwei erfolgreiche Dreipunkte-Würfe von Jim Palmer direkt nach Wiederanpfiff (43:31), die dem Kollektiv vom Rhein auftrieb gaben. Angetrieben von den Zuschauern im der Sporthalle Klarenthal, ackerten sich die Dickhäuter nach 25 gespielten Minuten zur höchsten Führung  in der gesamten Partien (49:36), um diese bis zur Viertelpause durch kontrolliertes Angriff- und Abwehrverhalten zu verwalten (61:49).

 

Dachte der eine oder andere Zuschauer zum jetzigen Zeitpunkt bereits, dass das Match für die Rhinos gelaufen sei, hatte die Rechnung ohne den Gast aus Zwickau gemacht, der – wie die Hausherren – zwei Gesichter in den letzten zehn Minuten an den Tag legte und die Unkonzentriertheit der Rhinozerosse ausnutzte. Mit einem wahren Sturmlauf verkürzten die Sachsen den Vorsprung der Rhinos nach fünf gespielten Minuten im letzten Viertel auf 61:65, um kurze Zeit später den Ausgleich (65:65) bei einer Restspielzeit von vier Minuten zu markieren. Während sich die Fans verwundert die Augen rieben, hatte Top-Scorer André Hopp im darauffolgenden Angriff die Möglichkeit, die Führung für seine Farben zurück zu erobern. Jedoch scheiterte der Center zweimal von der Freiwurflinie aus. Doch auch in der nächsten Szene hatte die Hopp-Truppe das Glück auf ihrer Seite, als der Zwickauer Kenyon, mit seinem Rollstuhl und dem Ball in der Hand, ins Aus fuhr und der Truppe vom Rhein einen neuerlichen Ballbesitz bescherte. Die kurze Unterbrechung nutze Trainer Hopp, um eine Auszeit zu nehmen und sein Kollektiv lautstark aufzurütteln. Die Ansage verfehlte ihre Wirkung nicht, setzten die Kurstädter – wie schon im Pokalmatch gegen Wetzlar – zu einem phänomenalen Endspurt an, der sich in einem 12:0-Lauf niederschlug und die Gastgeber mit einem 77:65-Sieg vom Court rollen ließ.

 

Statements:

 

Trainer Marco Hopp: „Mit Matthias Güntner hat mir heute eine wichtige Option gefehlt. Ich wollte Ruhe ins Spiel bringen, so dass ich die Flucht nach vorne angetreten bin, um auf eine „Mann-Mann-Verteidigung“ zu gehen. Dabei haben wir jedoch oft die Zuordnung vernachlässigt. Wir hätten auch öfter und besser den Ball unter Druck setzen müssen, um den Gegner frühzeitig zu stören. So haben wir Zwickau teilweise wieder stark gemacht.“

Maurice Amacher: „Wir haben zu oft die Konzentration verloren, was im ersten Saisonspiel gegen Rahden schon der Fall war. Dies wurde auch auf der Bank und in den Auszeiten thematisiert, leider sind wir dennoch zu oft ins „Eins-gegen-Eins-Spiel“ verfallen. Um nächste Woche eine Chance gegen Wetzlar zu haben, müssen wir uns noch strikter an die ausgegeben Marschroute halten.“

 

Statistik:

 

Viertelergebnisse: 17:15 | 20:16 | 24:18 | 16:16

 

Scorer: Hopp (25), Mohnen (14), Amacher (12), Gray (10), Palmer (8 | 2 Dreier), Malsy (8), Mayer (dnp), Gundert (dnp), Jung (dnp), Eckhard (dnp), Spitz (dnp), Brießmann (dnp).