Doneck Dolphins Trier vs. Rhine River Rhinos

Doneck Dolphins Trier 77 - 56 Rhine River Rhinos
04 Nov 2017 - 18:00

Nach zuletzt zwei Erfolgen am Stück hatten die Rhine River Rhinos am Samstagabend mit 56:77 das Nachsehen bei den Dolphins aus Trier. Ausschlaggebend für die Niederlage war, neben einem schwachen ersten Viertel (9:23), die ausbaufähige Trefferquote (34%) an der Mosel.

 

Mit Jim Palmer, Marina Mohnen, Matthias Güntner, Maurice Amacher und Tommie Lee Gray starteten die Dickhäuter bei den DONECK Dolpins Trier ins Match. Zwar agierten die Hessen in den ersten Minuten couragiert, konnten aber, wie schon in den Partien zu Saisonbeginn, ihre Würfe nicht verwerten. Nach vier gespielten Minuten fanden lediglich ein Mitteldistanzwurf sowie ein Freiwurf ihr Ziel, so dass es gleich zu Beginn der Partie 2:8 aus Sicht der Gäste stand. Während die Dolphins ihrem Matchplan treu blieben und ausgeglichen scorten, schien der Korb für die Rhinos wie vernagelt, so dass sich die Hausherren immer weiter absetzen und beim Stand von 7:14 einen 7:0-Lauf initiierten und auf 7:21 davoneilten, ehe Tommie Gray die Durststrecke 33 Sekunden vor Ende des ersten Viertels beendete (9:21). Den letzten Punkt in den ersten zehn Minuten erzielte die niederländische Nationalspielerin Mariska Beijer für die Gastgeber, die mit einer 14-Punkte-Führung und einem 9:23 auf der Anzeigentafel in die Viertelpause rollten.

Auch im zweiten Viertel, jetzt mit Center André Hopp für Youngster Matthias Güntner auf dem Court, wirkten die Wiesbadener entschlossen, stießen sich aber zu oft an der Abwehr der Moselaner die Hörner ab. Während die Delfine hochprozentig trafen (65%), erlebten die Kurstädter ein Déjà vu. Bis zur Halbzeit trafen gerade einmal 31% der Schüsse ihr Ziel – zu wenig, um dem routinierten Kollektiv um Spielertrainer Dirk Passiwan ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Von den eigenen Fans angefeuert setzte sich die Equipe von der Porta Nigra bis zum Pausentee auf 43:24 ab.

In der 15-minütigen Unterbrechung schien der Headcoach der Rhinos, Marco Hopp, die richtige Worte gefunden zu haben, schließlich legten die Gäste los wie die Feuerwehr und verkürzten den Rückstand in der Universitätssporthalle binnen einer Minute auf 29:43. Zwei Freiwurftreffer von André Hopp sowie ein 3-Punkte-Spiel von Center Matthias Güntner trugen ihren Teil dazu bei, dass ein Ruck durchs Team ging, das sich nach knapp fünf Minuten auf 34:45 an die Delfine rankämpfte und Moral bewies. Jedoch war es dann der nimmermüde Tausendsassa Dirk Passiwan, der mit zwei erfolgreichen Aktionen auf 34:49 für seine Farben erhöhte, dem Spiel seinen Stempel aufdrückte und sein Team beim Spielstand von 43:61 aus Sicht der Dickhäuter zur Viertelpause bat.

Hegten die Hessen nach dreißig Minuten noch die leise Hoffnung, das Match mit Kampf, Wille und Fortune drehen zu können, sorgten zwei schnelle Aktion der Trierer Diana Dadzite und Matthias Heimbach (43:65) für die endgültige Entscheidung. Zwar gab sich der Aufsteiger des letzten Jahres nicht auf, aber zu mehr als einer Ergebniskorrektur in der ältesten Stadt Deutschlands reichte es nicht. Nach vierzig gespielten Minuten musste sich Marco Hopps Trupp mit 56:77 geschlagen geben.

Stimmen zum Spiel

Trainer Marco Hopp: „Alles in allem sind wir heute weit unter unseren Möglichkeiten geblieben. Leider war es wieder die schlechte Trefferquote, die mit ausschlaggebend für die Niederlage war. Ferner hat das Team zu hektisch agiert. Und Trier ist zu Hause schon eine Macht. Letzlich war es die Summe der Fehler, die uns zugesetzt hat. Ich muss jedoch auch sagen, dass wir in den letzten Wochen zwei Schritte nach vorne gemacht haben, gegen die Dolphins ging es einen Schritt zurück. Dies bleibt in der aktuellen Findungsphase nicht aus. Besonders hervorheben möchte ich unser drittes Viertel, in dem wir stark aufgetreten sind und fast in Schlagdistanz waren. Die Aufholjagd hat uns aber einiges an Kraft gekostet, was Trier durch drei schnelle Fastbreak-Angriffe eiskalt ausgenutzt hat. Die kämpferische Einstellung meiner Mannschaft hat definitiv gestimmt.“

Manager Mirko Korder: „Wir haben heute definitiv zulange gebraucht um richtig ins Spiel zu finden. Die Mannschaft hat es den Trieren   mit vielen kleinen Fehlern, zu schnellen Abschlüssen und einer insgesamt zu schwachen Ausbeute, über weite Strecken schlichtweg zu einfach gemacht. Selbst als wir das Momentum im 3. Viertel auf unserer Seite hatten, konnten wir nichts Produktives aus der Situation herausholen. Lediglich der Kampfgeist war über das komplette Spiel vorhanden und ungebrochen, das zeichnet unsere Rhinos aus. Alle Spieler müssen das Match schnell verdauen und dürfen sich von dem kleinen Nackenschlag nicht beeindrucken lassen. Glückwunsch an Trier, die verdienten gewonnen haben.“

 

Statistik

Viertelergebnisse: 9:23 | 15:20 | 19:18 | 13:16

Scorer: Gray (18), Hopp (15), Güntner (8), Amacher (8), Mohnen (4), Malsy (3)