Auswärtsspiel: Rhine River Rhinos verpassen Wunder in Elxleben

Ohne ein Wunder, aber erhobenen Hauptes nach einer nashornstarken Teamleistung, kehren die Rhine River Rhinos punktlos aus Elxleben zurück. Mit 72:59 (20:14 | 8:16 | 24:10 | 20:19) müssen sich die Dickhäuter dem Triple Sieger letztendlich geschlagen geben. Dennoch gelang ihnen die Überraschung: Beinahe fünf Spielminuten führten die Rhinozerosse gegen die seit dem Pokal-Halbfinale 2018 ungeschlagenen Bullen und sorgten so für Begeisterungsstürme bei den Fans in der Halle,  zuhause vor dem Livestream und in den Sozialen Medien.

Die Rhinos starten fokussiert und gut ins Spiel. Den gewonnenen Hochball können die Dickhäuter zwar noch nicht verwandeln, beginnen aber nach einer ersten 6:0-Serie der Gastgeber zu kämpfen und sich kontinuierlich Punkte zu erarbeiten. Das ist gegen die starke und körperintensive Defense-Leistung der Thuringia Bulls nicht immer einfach. So ist jeder Korb harte Arbeit, die sich am Ende aber auszahlt. Mit lediglich sechs Punkten Rückstand geht es in die erste Pause.

Mit dem zweiten Viertel sorgen die Dickhäuter dann für die Überraschung des Abends. Konzentriert und mit Kampfgeist kommen die Rhine River Rhinos aufs Feld zurück und überfahren den Triple Sieger in der heimischen Halle beinahe. Matthias Güntner kämpft sein Team in der 13. Minute bis auf zwei Punkte heran – Timeout Thuringia Bulls. Bullen-Trainer Michael Engel versucht sein Team wach zu rütteln, doch die Rhinos haben Blut geleckt. Zehn Sekunden später: Ausgleich! Die Bulls setzen sich zur Wehr, ziehen wieder sechs Punkte davon, doch den Rhinos gelingt, was lang keine Mannschaft mehr geschafft hat: Sie gleichen erneut aus und ziehen mit einer hauchdünnen 2-Punkte-Führung mit 28:30 in die Halbzeit. Lediglich acht Punkte haben die Rhinozerosse so auf Seite der Gastgeber zugelassen und gezeigt, was in ihnen steckt.

Dann ist es leider wieder das verflixte dritte Viertel, das den Aufschwung der Rhine River Rhinos bremst. Zunächst beginnt alles gut. Die Dickhäuter sind motiviert, ziehen auf vier Punkte Abstand davon und halten ihre Führung weitere vier Minuten bis es zum ersten Ausgleich kommt. Einmal noch ziehen sie danach zwei Punkte davon, dann scheinen die Bullen zur Hälfte des Viertels die Dampfwalze auszupacken. Die Rhinos kämpfen, geben alles doch ihr Korb scheint wie zugenagelt, während die Hausherren sich Korb für Korb weiter absetzen und so zum Ende des Viertels mit einer 12-Punkte Führung in die letzte Pause gehen.

Das letzte Viertel wird ein Aufbäumen der Rhinos, in dem sie noch einmal alle Kräfte mobilisieren und zeigen, was in ihnen steckt. Immer wieder kämpfen sie sich heran, punkten stark und spielen mit dem amtierenden Deutschen Meister, Pokalsieger und Champions League Sieger auf Augenhöhe. Lediglich einen Punkt mehr  als die Dickhäuter schaffen es die Bullen in diesem Viertel zu machen. So sind es nur 13 Punkte Differenz, mit der sich die Rhine River Rhinos nach einem starken Spiel geschlagen geben müssen.

Trainer Sven Eckhardt zeigt sich nach Spielende begeistert: „Mit dem Spiel bin ich mega zufrieden und natürlich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben fast das ganze Spiel mitgehalten und die Bulls vor eine Herausforderung gestellt. Das zeigt unsere gute Form und gibt Motivation und Zuversicht für die nächsten Wochen!“ „Ich finde, wir haben uns diese Woche gut auf das Spiel vorbereitet. Wir haben dann – wie man dem Punktestand entnehmen konnte – eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Im dritten Viertel haben wir es dann aber nicht geschafft unser Ding durchzuziehen. So sind wir leider etwas in den Rückstand geraten, den wir dann nicht mehr ausgleichen konnten. Ich bin stolz auf das Team, dass wir so eine starke Leistung zeigen konnten und finde, darauf sollten wir weiter aufbauen“, bestätigt auch Marvin Malsy die Worte seines Trainers.

Für die Rhinos spielten und punkteten: Maurice Amacher (17 Punkte), Matthias Güntner (16), Gijs Even (9), Jim Palmer (6), Andre Hopp (5), Svenja Mayer, Nicola Damiano und Marvin Malsy (jeweils 2) und Patrick De Boer.

Am nächsten Samstag laden die Rhine River Rhinos zum ersten Heimspiel des Jahres in den Rhinos Dome ein. Hochball gegen die Roller Bulls Ostbelgien ist um 17 Uhr in der Sporthalle Klarenthal, Geschwister-Scholl-Str. 10, 65197 Wiesbaden.

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Foto: Steffie Wunderl